11. Diverses

Zu den Briefen (PDF-Dateien):

[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28]

In diesem Briefkopien-Block sind thematisch sehr unterschiedliche Schriftstücke zusammengeführt, die nicht direkt mit einem der vorstehenden Themen-Blöcke in Verbindung stehen. Nichts desto trotz enthalten sie teils sehr interessante Details zu Biders Avatikeralltag, oder seine Erfolgsbilanzierung als Pionierpilot.

Darunter fallen Briefe und Texte:

1
Max Eugen Brack (1878–1950), Kunstmaler der sogen. «Berner Schule». Er stand mit Sicherheit in künstlerischem Kontakt zu Emil Cardinaux (1877–1936) derselben «Schule». Weiter war Brack nach Lage der Dinge einer der sechs Träger von Lenys Sarg beim Begräbnis der beiden Bider-Geschwister am 10.07.1919 in Langenbruck BL (Fotoidentifikation).

2
Bider erhielt vom Stab der den 2. Division Auftrag, in den Septembermanövern (29.08.–13.09.1913) mit seinem privaten Blériot-Apparat im Seeland als Fernaufklärer zu wirken (für die blaue Division). Sein Aviatikerkollege Theodor Borrer wurde auf seinem Hanriot-Monoplan bei der roten Brigade eingesetzt.

3
Laut den Dübendorfer Tagebüchern der Jahre 1914–1918 kam es vor, dass die Piloten-Offiziere in ihrer Unterkunft (auch Lt. Bider) und gar in der Stadt Zürich (z.B. Lt. Comte, Oblt. Lüthi) derart kräftig feierten und sich skandalös aufführen, dass die Armeeleitung einschritt (vgl. Bundesarchiv Bern, Dok. E27/14109).

4
Cheffluglehrer und Lt. Oskar Bider wurde bekanntlich auf den 30. März 1917 vorzeitig zum Oberleutnant befördert – wegen besonderer Leistung in seiner Cheffluglehrer-Funktion. Hat Bider also seine Uniform auf dieses Datum in Ordnung bringen wollen?

5
Laut Archivdokument im Bundesarchiv in Bern (vgl. E27/5304G – «Tagebücher des Generalstabs von 1917/1918») reichte Bider am 26.10.1918 seinen Bericht über diesen Ajoie-Auftrag ein. Inhaltlich blieb er vom Tagebuch-Führer, Lt. Borel, unkommentiert. Biders Ajoie-Bericht fehlt im Bundesarchiv.

6
Es handelt sich bei dieser Maschine um den durch die Militärflieger Adj.-Uof. Schaedler gemeinsam mit den Herren Hug und Frigge in der Schlieremer Wagonsfabrik konstruierten Doppeldecker-Apparat (200 PS BMW-Motor). Der erste Probeflug erfolgte am 07.03.1919 in Spreitenbach. Die Piloten Bider, Comte und Pillichody bestätigten dessen gute Flugeigenschaften – in 58 Minuten erreichte man 7300 m Höhe; eine damals beachtliche Leistung. Am 09.03.1919 wurde die Maschine durch «Capotage» beschädigt. Laut hier vorliegendem Brief stand sie offenbar Bider erneut flugbereit zur Verfügung. Vorstehende Details aus: Tilgenkamp E., 1941/42: «Schweizer Luftfahrt», Bd. II, S. 300/301, Druck Fretz (Zürich).



vgl. Filmfragment der Cinémathèque Suisse in Penthaz VD: «Die Traversierung der Schweizer Alpen im Flugzeug», EOS-Film Basel, Aufnahmen vom 14.05.1919, Fragmentlänge 136.7 m (abruptes Ende nach 7 Min).