Oskar-Bider-Archiv

Ein virtuelles Archiv mit Dokumenten zum Leben des Flugpioniers Oskar Bider

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5. «Kleiner Alpenflug» (Bern–Sion)

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Am 13. Mai 1913 führte Bider seinen ersten Alpenflug überhaupt – jenen von Bern nach Sion – zum Anlass des Nationalen Flugspendetags in Sion durch. Er überflog den nördlichen Alpenwall zwischen Berner Oberland und Wallis am Dienstag, 13. Mai 1913 (04'35h ab Bern, Sion an 06'20h). Dabei überflog er den 3250 m hohen Wildhorngipfel.

Erste schriftliche Kontakte für eine Teilnahme Biders am Flugtag in Sion sind laut dieser Korrespondenz bereits im April belegt (12.04.1913). Damals teilte sein Cousin, Paul Cardinaux-Gerster (1876–1957), in Abwesenheit von Bider, dem organisierenden Oberstlt. Courten in Sion dessen Rahmenbedingungen für die Teilnahme mit (Daten, Honorar, einschl. Beteiligung des ausgezeichneten Mechanikers J. Saniez).

Aus diesem Cardinaux-Brief geht auch hervor, dass Bider im Verlaufe des Monats Mai allenfalls seine Schwester nach England begleiten werde. Dazu kam es aber nicht; er begleitete Leny nicht nach London.1

Paul Cardinaux-Gerster berichtete nämlich am 16. April 1913 nach Sion – ausnahmsweise mit einem handgeschriebenen Brief, Bider nehme am Flugtag vom 11. Mai teil. Weiter forderte Cardinaux einen Vertragsentwurf an, den er mit Brief vom 26. April schriftlich bei Oberstlt. Courten in Sion kommentierte.

Bider liess sich vorgängig auch von einem renommierten Meteorologen über die zu erwartende Wetterlage über dem Alpenkamm informieren. Denselben Wetterdienst-Service konnte Bider auch vor seinem «Grossen Alpenflug» im Juli 1913 beanspruchen.

(Hinweis: PDF-Nr. in Schwarz bedeutet leere Seite)

1

 Mit einer Ansichtskarte vom 8. Mai 1913 – ein Donnerstag – vermeldete das Ehepaar Glur-Forster aus Liestal (Zitat: «... Deine Liestaler») an Oski in Bern: «Leny ist seit Dienstag glücklich in London gelandet». Selbstverständlich bedeutet «gelandet» im übertragenen Sinn «angekommen» – auf dem Luftweg war eine Reise damals noch ausgeschlossen. Und Leny selbst vermeldete ihrem Aviatikerbruder in Bern mit einer leider von der Post mit fehlendem Datum entwerteten Karte aus London: «Ich habe eine flotte Reise hinter mir u. schlage mich mit einem Heldenmut durch London u. zwar ganz alleine.» Daraus kann entnommen werden, dass Leny tatsächlich auch allein in London anreiste.

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