Familie: Die Schwester Leny Bider (1894–1919)

Johannes Dettwiler verfasste im Herbst 2009 und im Frühjahr 2010 für den «Frauenverein Langenbruck» - nach dem Stand seines damaligen Wissens - kürzere biografische Arbeiten über Oskar Biders Schwester Julie Helene «Leny» Bider. Diese Texte wurden damals in der Reihe «Baselbieter Heimatblätter» (BHbl) veröffentlicht.

Dettwilers Erkenntnisse dienten kurz danach der Schriftstellerin Margrit Schriber aus Zofingen AG als Grundlage für ihren Roman «Das zweitbeste Glück» (München, Nagel und Kimche; 2011).

Im nun vorliegenden Werk (elektronische Fassung; Stand Dezember 2017) stellt Dettwiler die beiden früheren BHbl-Aufsätze über Leny Bider in einen inhaltlich  harmonisierten Gesamtzusammenhang. Der ausführlichen, auf ausgedehntes Quellenstudium im In- und Ausland beruhenden Abhandlung sind biografische Erkenntnisse über Lenys beiden Brüder Georges («Schorsch») und Oskar («Oski») beigestellt.

Insgesamt hat der Verfasser im Verlauf seiner Recherchen bei allen drei Bider-Geschwistern ein ziemlich umfangreiches, bis anhin und sozialhistorisch weitgehend unbekannt gebliebenes biografisches Material zusammengetragen. 

Die verwendeten Quellen werden, wo immer möglich, in Fussnoten belegt bzw. erläutert. Die meisten hier publizierten Fotos befnden sich in der privaten elektronischen Fotosammlung des Verfassers. Sie sind «gemeinfrei» und somit frei verfügbar - wo bekannt ist die ursprüngliche Herkunft der Fotos angegeben.

Bei persönlichen Kontakten des Verfassers sind kürzlich einige wenige bisher unbekannte, zeitgenössische Fotos aus privatem Umfeld in Berlin (Röling/«Lou» Schneider) und Amherst, Massachusetts (USA - Cardinaux/Bider) zum Vorschein gekommen. Von den Besitzern wurden sie alle zur Veröffentlichung freigegeben. Auch diese Neuzugänge sind demzufolge «gemeinfrei», und in die Biografie eingefügt (Stand Dez. 2017).

 

Die Biografie über Leny Bider besteht grundsätzlich aus drei Hauptteilen, nämlich dem eigentlichen Sachbericht (Teil 1), der Gesamtzusammenfassung samt persönlicher Einschätzung durch den Verfasser (Teil 2). Diesen Berichtsteilen sind sechs teils umfangreiche Anhänge beigefügt (Teil 3).

Neue Erkenntnisse werden fortlaufend in die elektronische Fassung der Biografie eingearbeitet. Allenfalls Überholtes sowie entdeckte Fehler werden korrigiert. Dies ist bei der im Herbst 2017 ausgeführten Nachbearbeitung der Biografie nach bestem Wissen des Verfasser im Detail so umgesetzt worden.

 

Form und Ausgestaltung der Biografie lassen sie inhaltlich eher als ein «Nachschlagewerk» denn als ein literarisches Buch einordnen. Der formelle Text ist dort, wo dies passend und hilfreich scheint, durch persönliche Betrachtungen des Verfassers etwas aufgelockert.

 

Er trägt somit die alleinige, uneingeschränkte Verantwortung über den Sachgehalt, die Ausgestaltung und die Beurteilung von inhaltlichen Ergebnissen des biografischen Berichts:

Biografie über Leny Bider

 

Die hier präsentierte digitale Fassung der Biografie musste aus technischen Gründen sehr stark komprimiert werden (von ca. 930 MB auf 16.7 MB). Deswegen ist leider die Wiedergabequalität von Bildern (Scans aus Zeitungen und Journalen usw.) sowie von Fotos beeinträchtigt. 

 

 

Vier Hinweise:

 

Im März 2014 ist im Offset-Druck erstmals die harmonisierte Urfassung der heutigen «Biografie über Julie Helene - Leny - Bider (1894–1919)» erschienen. Dieser gedruckte Bericht ist im «Bider-Museum» in Langenbruck BL in wenigen Ex. noch verfügbar. 

 

Am 13. Januar 2016 fand im Zürcher Dancing «Mascotte» eine Feier zum 100-jährigen Bestehen dieses ehemaligen Varieté-Theaters statt (ursprünglich das «Palais Mascotte»). Eine kolorierte Collage, im Dezember 1916 hergestellt von Leny in ihrem Modenatelier an der Bahnhofstrasse, befasst sich mit dem «Palais Mascotte» (Auftragsarbeit für Flyer?, für Inserat?). Der Jubiläumsanlass 2016 wird im Anhang 5 der Biografie - soweit dieser Lenys Arbeit von 1916 betrifft - kurz vogestellt (vgl. Kap. «Blicke in die Moderne ...»)Nachstehend steht eine PDF-Zusammenfassung der Archivarbeit mit Blick auf das Jubiläum «100 Jahre Mascotte» zur Verfügung (Autor: Johannes Dettwiler):

Leny Biders Inserate-Collage - 100 Jahre Mascotte Zürich


Mit der am 5. Februar 1916 in der Künstlerkneipe «Cabarat Voltaire» in Zürich entstandenen «Obsession des Dadaismus» (Hugo Ball & Emmy Hennings) kann Leny künstlerisch möglicherweise in Verbindung gebracht werden.

Diesen Eindruck erwecken zumindest einige ihrer leicht spleenigen S/W-Tuscheskizzen von Köpfen mit Hüten (vgl. Bilder 137-142; Biografie) - so auch das vorerwähnte «Hutinserat» fürs Corso / Mascotte  (datiert 05.12.1916). Nachfolgend ist eine gerahmte, fotografische Reproduktion im Nachgang zur Feier vom 13. Januar 2016 im «Mascotte» beigefügt (Reproduktion und Rahmungart photographer Hans van Reekum, Apeldoorn NL. Text: J. Dettwiler, Thun):

Foto-Collage Mascotte

 

Ende November 2016 wurde das Hotel «Erica» in Langenbruck - die Heimatgemeinde der beiden Bider-Geschwister Oskar und Leny - bis auf Weiteres geschlossen. Die Liegenschaft steht zum Verkauf.

In zwei Hotelsälen hängt noch immer eine Bildersammlung von art photographer Hans van Reekum NL über Lenys Wirken (fotografische Farbreproduktionen). Sie zeigt alle bisher bekannt gewordenen Modenzeichnungen von Leny aus Ihrer Zürcher Zeit um 1916/1917. Beigestellt sind einige gerahmte Grossreproduktionen von Fotos aus ihrem Leben. Die Ausstellung ist als Folge der Hotel-Schliessung nicht zugänglich.

 

 

Adresse:    Johannes Dettwiler-Riesen, Bellevuestrasse 10, CH-3600 Thun
E-Mail:       johannes.dettwiler@bluewin.ch